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Weihnachtskonzert 2015

24.12.2015

MGV begeistert 500 Zuhörer beim Adventskonzert

Das Blasorchesters Galissimo unterstütze in diesem Jahr die Sänger des MGV Drensteinfurt. - Foto: Wiesrecker

Drensteinfurt - Die Pfarrkirche St. Regina war voll besetzt, als zu den Klängen des Blasorchesters Galissimo die 38 Männer mit den roten Jacketts in den Altarraum einzogen. Mit dem 1820 entstandenen Adventslied „Tochter Zion“ und der Begleitung der rund 40 jungen Instrumentalisten gelang dem Meisterchor unter Leitung des gut gelaunten Thomas Módos gleich zu Beginn ein gelungener Einstieg.

Das alljährlich am 4. Adventssonntag stattfindende Adventskonzert des Männergesangvereins (MGV) 1910 ist für viele eine lieb gewonnene Tradition und eine gute Einstimmung auf Weihnachten. So verwunderte auch nicht, dass mehr als 500 Karten verkauft wurden. Mit dem Blasorchester des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Hiltrup als Gast hatte der MGV auch in diesem Jahr eine gute Wahl getroffen.

 

Pfarrer Jörg Schlummer sorgte mit einer heiteren Geschichte von Hans Dieter Hüsch für Belustigung beim Publikum. „Es sind nicht immer die großen Geschenke, die Freude machen. Die wahre Freude ist die Geburt Jesus, die Menschwerdung“, erklärte er.

Klangvoll und harmonisch präsentierte sich das Orchester unter Leitung von Andreas Klomfaß mit dem „Prince of Denmark’s March“. Besonders schön erwies sich da der Lauf der Klarinetten. Ruhig und beschaulich wurde es bei der „Pavane in Blue“ von Ted Huggens. Bei der als Filmmusik bekannten „Gabriel’s Oboe“ fiel besonders die große Harmonie der Instrumente auf. Die beiden Oboen überzeugten mit einem wohlklingenden Soloeinsatz. Melodisch mit klassischen Prinzipien und Elementen aus der Popmusik kam „Choral and Rock-Out“ des Niederländers Hank van Lijnschooten daher. Schön, wie die Instrumentengruppen nacheinander in das Thema einstiegen, bis sie zu einem gewaltigen Klang anschwollen.

„Wir singen heute angesichts des großen Orchesters bewusst a capella“, verkündete Josef Klein, erster Vorsitzender des MGV, der gewohnt moderat durch das Programm führte. Die Männer sangen adventliche Lieder wie „Es kommt eine Schiff geladen“, „Auf gläubige Seelen“ und „Es ist ein Ros entsprungen“, altbekannte Lieder teils in neuer Komposition, viele Male gehört und doch immer wieder berührend schön. „Wir wollen den Raum mit Glockenklang erfüllen“, versprach Klein in seiner Ansage. Mit dem „Ding-Dong, Ding-Dong“ im Lied „Brennende Kerzen am Weihnachtsbaum“ stellte das kein Problem für die Sänger dar. Gerade bei diesem Vortrag fiel der Tenor durch seinen hellen klaren Klang auf, der im kräftigen Bass eine gute Ergänzung fand. Die Vertonung des Gedichts „Markt und Straßen stehn verlassen“ von Joseph von Eichendorff kam beim Publikum gut an. Ruhig und dynamisch begann der Chor das Lied, um dann gewaltig zu enden. Die Komposition stammt von dem ehemaligen Chorleiter Hans Tschich.

Den Klassiker „Locus iste“ präsentierten die Chorsänger im perfekten piano, während sie mit viel Leidenschaft beim „Jerusalem“ von Stephan Adams brillierten.

Das Publikum war mehr als zufrieden und bedachte die Akteure schon während der Aufführung mit reichlich Applaus, so dass sowohl Chor als auch Orchester die geforderte Zugabe gerne gewährten. Das Blasorchester mit den Jungen und Mädchen des 8. bis 11. Jahrgangs erfreute noch einmal mit dem bekannten Pachelbel-Kanon, während der Meisterchor mit dem altbekannten Lied „Heilige Nacht“ alle Register zog. Dank der Vielfältigkeit der Stimmen, dem sanften Auf- und Abschwellen, war es eine rundum gelungene Zugabe.

Den Abschluss bildete das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ mit dem, wie Klein so treffend betitelte, „größten Chor“ – denn hier sangen der MGV mit dem Publikum und begleitet vom Orchester gemeinsam. Schade nur, dass die Tonhöhe wohl eher auf den Männerchor ausgerichtet war, so dass das Publikum sich schwertat in den tiefen Gesang kräftig einzustimmen.

 

Autor

 

Mechthild Wiesrecker

lokales-drensteinfurt@wa.de